Der erste Halb Marathon

Ich hab ja im Moment, wenig Zeit zum Schreiben. Das liegt in erster Linie an den 150 anderen Projekten die ich mir einbilde und die jetzt endlich mal fertig werden müssen. Projekt Eins hab ich abgeschlossen und jetzt fehlen nur noch gefühlte 149 (es ist eigentlich ein Monster-Riesen Projekt, aber neben der Arbeit bleibt keine Zeit… ihr kennt das oder? 😀 )

Irgendwann Anfang August, wo das mit dem Laufen richtig gut geklappt hat, hat sich Jess eingebildet – ich könnte ja einen Halbmarathon laufen. Wenn 10km am Stück so gut sind, können 21 ja nicht schwer sein. So zumindest der Hauptgedanke. Nach einer Kurzen Nachfrage an Katrin und Daniel von bevegt.de, ob mein Vorhaben im Oktober einen Halbmarathon zu laufen utopisch sei, meinten diese – nein sollte klappen.
Darauf hin hab ich mir drei Bücher aus der Bücherei geholt, und mich etwas durchgelesen und mir nen Plan von Herrn Steffney rausgesucht.
Gesagt getan, und gestern wars dann auch soweit.

Jess beim Start

Jess beim Start – mit Selbstgebastelten Laufen gegen Leiden T-Shirt Aufdruck.

Startunterlagen holen. Was machen bis um 14 Uhr? Ich hab mich irgendwo hingesetzt und habe Löcher in die Luft gestarrt. Ich war für alles andere viel zu nervös. Dann durfte ich mich bei einen meiner besten Freunde umziehen, weil der nen Katzensprung vom Start vom Halbmarathon entfernt wohnt. Der hat mich dann zum Start begleitet. Rucksack abgegeben. Am Start irgendwo ganz hinten stehen. Bloss nicht zu schnell loslaufen. Passt. Hallo 21km hier kommt Jess.

Hier ein paar Gedanken die mir während meinem ersten Halbmarathon durch den Kopf geschossen sind:

  • Was mach ich hier? Achja, laufen.
  • Hey nur noch 19 km, is ja kein Ding.
  • Vor dem Start sollte man aufs Klo gehen. Ich musste die ersten 5km – danach dann nimmer.
  • Hey die laufen mein Tempo. Schön, ich lauf mal mit.
  • Banane einatmen ist nicht Ziel der Sache. Bei der nächsten bleibst du kurz stehen/gehst fix.
  • Die jubeln ja alle auch für mich.
  • Hej eine Kamera, grins verdammt, gestresste Bilder vom laufen gibts genug >.<
  • Ich kann fliegen. Ne warte, meine Oberschenkel wollen nicht mehr.
  • Im letzten drittel hatte ich einfach nur Hunger.
  • Sonne. Is zu heiß, wo gibts hier Schatten?
  • Schatten. Is zu kalt, wo ist hier Sonne?
  • Wessen Idee ist es, bei jeder Laufveranstaltung im
    Oly-Park den letzten Abschnitt mit Berg zu wählen?
  • 2km… auf jetzt… ist zu schaffen oder? Im Ziel kannst dann
    Umfallen. Bananananana….
  • Mit ner anfangenden Erkältung macht das irgendwie weniger Spaß.
  • Ankommen. Ankommen. Wehe du gehst jetzt. Wehe… dafür sind
    wir nicht da. Nicht so nah vorm Ziel.
  • Vollgas auf den letzten 500m. Wo ist hier das Ziel?
  • Ich habe fertig. Meine Oberschenkel sagen aua.
  • Yay – geschafft. Ich, die 21km. Nächstes Jahr nochmal! Und zwar so schnell,
    das es im Ziel noch Bananen gibt. Jawohl ja.
  • Hab ich das grad wirklich gesagt?
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Irgendwo zwischen KM 14-18.

Wenn ich zurück an die Schule denke, wo ich mich mit Mühe und Not durch die Meile gequält hab (wer erfindet so ein Schmarrn eigentlich – geh mal 1,6km laufen, wir messen daran deine Fitness – 10min, okay bist gar nicht fit… Aber laufen gelernt haben wir auch nicht… Schönen Dank auch)…. nochmal – hätte man Jess vor 15 Jahren gesagt sie läuft mal nen Halb Marathon hätte ich mich selbst ausgelacht. Wie sich Dinge ändern können.

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Im Ziel, mit Medaille. Voll fertig. Aber happy!

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