Der Titel hört sich viel romantischer und geheimnisvoller an als der Tag eigentlich war. Letzten Endes war es jedoch ein guter Tag, den nachdem wir ausgeschlafen haben, hatten wir uns, mein Hase und ich, auf eine Reise begeben. Der Anlass warum wir überhaupt in den Rachen der Bahn gestiegen sind lässt sich am Datum erkennen: Gräber-Rallye ( oder auch Allerheiligen). Es war ein schöner goldener Herbsttag. Obwohl kalt haben wir uns ein wenig ums Grab gekümmert bevor es komplett dunkel war und zum Schluss noch eine Kerze für die Heiligen und nicht so Heiligen angezündet.

Kerzen für Heilige und nicht so Heilige

Nach der Grabsteinschubberei wollten wir uns etwas gutes tun und unsere Bäuche mit leckeren Schlemmereien füllen. Wir hatten eine beliebte Pizza-Kette in Aussicht. Aber am Isartor angekommen, war die so rappel voll das wir nicht wirklich Lust hatten Sardine zu spielen. Nach kurzer Überlegung, Verwirrung, einem Hallofonat und einer GPS Verwirrung auf dem Nexus gelangten wir in die Hackenstraße 2, zum Prinz Myshkin. Der Prinz ist ein vegetarisches Restaurant in Münchner Stadtmitte, ca. 5 Minuten zu Fuß vom Marienplatz entfernt. Das Ambiente ist freundlich, hell und man wird von einer riesigen Vitrine mit leckeren Kuchen begrüßt. Das Restaurant ist in zwei Räume unterteilt, der eine größer, der andere kleiner. Beide Dunkel eingerichtet, jedoch einer mit hellgrauen Stoffsofas und der andere mit braunen Leder (?) Sofas. Wir saßen im kleineren Raum, mit den brauen Sofas. Obwohl das Licht nicht grell war, war es nicht zu dunkel wie man es aus einigen Pizzarien gewohnt ist. Die Bedienung war sehr freundlich.

Die Speisekarte ist sehr Multikulti. Gerichte aus Indien, Italien und Russland glänzen in vegetarischen und veganen Varianten. Vegan Speisen sind mit einem kleinen V markiert, so erhält man schnell einen überblick. Die Pizzen gibt es auf Wunsch auch ohne Käse, was diese dann auch vegan macht. Da mein Hase und ich absolute italienische Flachgebäck Liebhaber sind, entschieden wir uns für zwei Pizzen. Er freute sich über eine klassische Margarita und ich auf eine Save the Tuna. Die Pizza kann man klassisch auf Bio-Weizen Teig genießen oder auf Dinkelteig.

Unten Save the Tuna ohne Käse, oben Margarita.

Das Essen wurde ziemlich schnell serviert, was uns beide überraschte. Es war fantastisch. Sogar meinem Hasen, der immer gegenüber „Fleisch-Imitaten“ sehr skeptisch ist, war vom veggi-Tuna begeistert. Ich muss sagen, ich war total entzückt. Nicht nur, dass ich in einem Restaurant nicht nur die Üblichen Verdächtigen bestellen konnte (Pasta mit Gemüse, Pizza Vegetaria ohne Käse) sondern das es so fein und lecker war wie im Prinzen.

Die Nachtische konnten wir leider nicht mehr ausprobieren, weil wir am nächsten Tag einiges zu tun hatten.

Ich verlasse euch nun mit ein paar lieben Worten, die aus dem Prinzens Speisekarte stammen. Ich wünsche euch einen schönen Freitag.

Wissen Sie, ich verstehe nicht,
wie man an einem Baum vorbeigehen kann
ohne darüber glücklich zu sein,
dass man ihn sieht.

Wie man mit einem Menschen reden
und nicht darüber glücklich sein kann,
dass man ihn liebt.

Oh, ich verstehe es nur nicht auszudrücken,
aber viele Schöne Dinge begegnen einem
auf Schirtt und Tritt.

Zu guter letzt, am Bahnhof.

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